Die Geschichte der Großbachmühle

Erbaut wurde die Mühle im Jahr 1834 von 25 Enkircher Bürgern. Die Baukosten betrugen damals insgesamt 750 Taler. In den kommenden 4 Jahren wurden insgesamt 3 neue Mühlenordnungen erstellt. 1845 hat die Gesellschaft die Mühle “auf den Namen bekommen“. Im Jahr 1882 wurde Daniel Georg übertragen die Mühle zu unterhalten und gegen 18 Mark im Jahr kleinere Reparaturen zu übernehmen. Die Kosten für das verbrauchte Holz übernahm die Gesellschaft. 1921 sind alle Erbauer verstorben und es kommt zu einer 4. Mühlenordnung.

Am 6.1.1950 wurde von den Gesellschaftern (26) entschieden die Mühle zu reparieren. Der Mühlenbauer Kley aus Irmenach erhielt den Auftrag ein Wasserrad, ein neues Getriebe und eine neue Stirnwand am Eishaus zu bauen. Die Kosten der Baumaßnahme beliefen sich damals auf 2742 DM. In den folgenden Jahren wurden noch einige wenige bauliche Veränderungen oder kleinere Reparaturen durchgeführt.

Im Jahr 1962 mahlen von 31 Mitgliedern nur noch 6 ihr Korn in der Mühle. 1963/1964 kommt es zu ersten Verkaufsverhandlungen, die damit enden, dass die Mühle im Jahr 1970 für 3000 DM an die Gemeinde Enkirch verkauft wird. Dadurch wird auch die Gesellschaft aufgelöst.

Seit dieser Zeit wurde nichts mehr an der Mühle getan um sie instand zu halten. Und so kam es wie es kommen musste, sie zerfiel immer mehr bis nur noch eine Ruine übrig blieb.
Einige Enkircher Bürger wollten dagegen etwas unternehmen. Deshalb wurde der Verein "Großbach Mühlengesellschaft Enkirch e.V." am 16.01.1983 gegründet, um die Großbachmühle vor dem unwiderruflichen Verfall zu retten und sie wieder voll funktionsfähig aufzubauen. Nach intensiven Verhandlungen mit der Ortsgemeinde Enkirch konnte die Mühle am 26.06.1983 gekauft werden.

Nun begann erst die richtige Arbeit, die aber nach vielen Stunden unermüdlichen Einsatzes am 29.04.2000 mit dem „ersten Lauf“ der Mühle belohnt wurde”. Inzwischen ist sie fast vollständig restauriert und es wird mehrmals im Jahr Korn gemahlen.